MeteoSchweiz

Aktuelles zum Wettergeschehen

24. Juli 2009 / Christophe Salamin (Abschnitt 2), übersetzt und ergänzt von Christophe Voisard, Bernd Konantz, Marco Stoll, Ludwig Z'graggen

 

Nach Föhn starke Gewitter am 23.07.2009

 

Verbunden mit einer Südwestlage stellte sich in der Nacht auf Donnerstag eine Föhnsituation ein, die ab der Mittagszeit von teils kräftigen Gewittern abgelöst wurde. Der folgende Bericht unterteilt sich in drei Abschnitte:

 

  1. Föhnsituation in der Nacht auf Donnerstag
  2. Gewitterlage ab Donnerstag Mittag
  3. Detailanalyse einer Gewitterzelle bei Bern

 

1. Föhnsituation in der Nacht auf Donnerstag

Zwischen einem Hochdruckgebiet über dem Mittelmeerraum und einem Tief nordwestlich von Schottland hat sich eine kräftige Südwestströmung eingestellt. Abbildung 1 zeigt die Geopotentialverteilung und die Windgeschwindigkeiten in ca. 3 km Höhe. Dabei handelt es sich um Analysen des "Europäischen Zentrums für Mittelfristvorhersagen" (EZMWF). Die Bodendruckverteilung illustriert die klassische Druckverteilung bei einer Föhnsituation über den Alpen (Abbildung 2), in Abbildung 3 ist die Lage des Jet-Streams zu sehen.

 

Geopotential und Wind in ca. 3 km Höhe (EZMWF)

Abbildung 1: Geopotential und Wind in ca. 3 km Höhe um 00 UTC (EZMWF)

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Bodendruckverteilung (EZMWF)

Abbildung 2: Bodendruckverteilung um 00 UTC (EZMWF)

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Jet-Stream um 00 UTC (EZMWF)

Abbildung 3: Jet-Stream um 00 UTC (EZMWF)

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Der Föhn setzte in den Alpentälern gegen Mittwochabend ein, und war für die Jahreszeit recht kräftig. So wurden in Altenrhein ausgangs der Nacht Böenspitzen von etwas über 100 km/h gemessen. An der klassischen Föhnstation Altdorf im Urner Unterland erreichte der warme Südwind mit knapp 90 km/h eine respektable Geschwindigkeit. Auch in den Bergen war der Föhn recht stark, so wurden auf dem Gornergrat oberhalb von Zermatt 138 km/h registriert.

 

Bemerkenswert waren auch die Nachttemperaturen. So konnte dank Föhn in Chur, in Engelberg und auf dem Hörnli mit 20 bis knapp über 21 Grad eine Tropennacht verzeichnet werden. Noch wärmer war es mit 25 bis 26 Grad von Altdorf über Glarus bis Vaduz.

 

Noch erstaunlicher war der Temperaturverlauf in Altenrhein am Bodensee: in 3 Schüben drang der Föhn bis Altenrhein vor und trieb das Thermometer auf 29 Grad empor. Zwischendurch kam westlicher Wind auf und die Temperatur sank unter 20 Grad. Etwa um 8 Uhr kam erneut der Föhn auf und trieb das Thermometer wieder auf über 28 Grad (Abbildung 4).

 

Extrem war die Temperatur auch in Adelboden im Berner Oberland. So zeigte das Thermometer - ebenfalls mit Föhn - morgens um 8 Uhr bereits 26 Grad an und stieg bis um 10 Uhr auf 27.5 Grad an. Dieser Wert ist für eine Höhenlage von 1320 Metern als extrem zu bezeichnen, denn ausgehend von 28.4 Grad in Altdorf im Urner Reusstal kann mittels trockenadiabatischem Temperaturgradient auf 1320 Meter zum gleichen Zeitpunkt eine Temperatur von etwas über 17 Grad angenommen werden.

Dieses Phänomen kann darauf zurückgeführt werden, dass in Adelboden die Föhnluft aus knapp 3 km Höhe stammte. In dieser Höhe war es potentiell wärmer als im Herkunftsniveau der Föhnluft von Altdorf, das auf ca. 2 km Höhe lag. Aus dem nächtlichen Radiosondenaufstieg von Mailand wurde in Abbildung 5 die zu erwartende Föhntemperatur in Altdorf bzw. in Adelboden mittels trockendiabatischer Temperaturzunahme konstruiert. Sehr schön sind die in etwa zu erwartenden Föhntemperaturen in Altdorf und in Adelboden zu erkennen.

 

Üblicherweise sorgt Föhn mit sehr trockener Luft für gute Sichtverhältnisse in den Föhnregionen. In der vergangenen Föhnsituation trübte allerdings Saharastaub die Sicht, wie in Abbildung 6 aus den erhöhten Feinstaubwerten ersichtlich ist (Quelle NABEL).

 

Wind- und Temperaturverlauf in Altenrhein

Abbildung 4: Wind- und Temperaturverlauf in Altenrhein

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konstruierte Föhntemperaturen für Altdorf und Adelboden

Abbildung 5: aus Mailandsondierung konstruierte Föhntemperaturen für Altdorf und Adelboden

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Feinstaubkonzentrationen, Quelle: NABEL

Abbildung 6: Feinstaubkonzentrationen während der Föhnlage, Quelle: NABEL

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2. Gewitterlage ab Donnerstag Mittag

Am Nachmittag vom 23. Juli 2009 haben heftige Gewitter die Alpennordseite von Südwesten her überquert. Die Zufuhr feuchtwarmer Luft aus dem Mittelmeerraum sowie auch die besonders starke Höhenströmung aus Südwesten trugen entscheidend zur Heftigkeit der Gewitter bei.

 

Jet-Stream um 12 UTC (COSMO7)

Abbildung 7: Jet-Stream um 12 UTC (COSMO7)

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Potentielle Konvektionsenergie 15 UTC (COSMO7)

Abbildung 8: Potentielle Konvektionsenergie um 15 UTC (COSMO7)

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Radiosondierung Payerne von 12 UTC

Abbildung 9: Radiosondierung Payerne von 12 UTC

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Hagelkörner mit einem Durchmesser von über 5 cm sind beobachtet worden. Diese Beobachtungen sind ausserdem durch die Bilder des Radarproduktes MESHS (Max Expected Severe Hail Size) bestätigt. MESHS ist ein Werkzeug im experimentellen Stadium, das die Grösse der Hagelkörner aufgrund von Radardaten schätzt.

 

Gewitterzelle um 15:15 Uhr

Abbildung 10: Gewitterzelle um 15:15 Uhr (MESHS)

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Gewitterzelle um 15:35 Uhr

Abbildung 11: Gewitterzelle um 15:35 Uhr (MESHS)

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Gewitterzelle um 16:00 Uhr

Abbildung 12: Gewitterzelle um 16:00 Uhr (MESHS)

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Gewitterzelle um 16:40 Uhr

Abbildung 13: Gewitterzelle um 16:40 Uhr (MESHS)

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Hagelkörner in Grêlons à Rueyres-St-Laurent/FR, Foto: Monica Gross

Abbildung 14: Hagelkörner in Grêlons à Rueyres-St-Laurent/FR, Foto: Monica Gross

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Hagelkörner in Monthey, Foto: Valéry Troillet

Abbildung 15: Hagelkörner in Monthey, Foto: Valéry Troillet

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Die an den MeteoSchweiz Messstationen aufgezeichneten Böenspitzen erreichten Werte zwischen 90 und 100 km/h, was keinen Rekord bedeutet, aber trotzdem bemerkenswerte Werte sind (Abbildung 16). Vereinzelt wurde wahrscheinlich die Schwelle von 100 km/h beim Durchzug der aktivsten Zellen übertroffen.

An den Bergstationen bzw. in den Föhntälern resultierten die Spitzenböen aus der stürmischen Höhenströmung bzw. aus den Föhnböen.

 

 

Auf der Zugbahn der beiden stärksten Gewitterzellen, im Mittelland und in den Voralpen, wurden anhand von Radardaten Niederschlagsmengen über 40 mm registriert (Abbildung 17), obschon die Gewitterzellen sich mit einer Geschwindigkeit über 60 km/h bewegten.

 

Spitzenböen am 23.07.2009

Abbildung 16: Spitzenböen am 23.07.2009

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aus Radardaten abgeleitete Niederschlagssumme

Abbildung 17: aus Radardaten abgeleitete Niederschlagssumme

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3. Analyse der Gewitterzelle bei Bern

Nachfolgend wird versucht, das Schwergewitter zu einem speziellen Zeitpunkt um 16 Uhr Lokalzeit (14:00 UTC in den Bildern) feinskalig zu analysieren und beschreiben. Die Radarsignaturen in Abb. 18 zeigen die im gesamten Vertikalprofil vom Radar gemessene, maximale Niederschlagsintensität. Das seit mehreren Stunden lebendige und sich intensivierende Gewitter teilte sich in zwei Hauptkerne. Der südliche zog über das Schwarzenburgerland ostwärts in Richtung Aaretal, Napfgebiet und Vierwaldstättersee-Region, der nördliche Teil über das Berner Mittelland hinweg in Richtung Aargau und Luzerner Mittelland. Die Windströmungen am Boden gestalteten sich äusserst vielfältig: im Genferseegebiet und in den Waadtländer und Fribourger Voralpen, wo das Gewitter schon vorbei zog, zeigten die Windfedern, wie die vom Hagel und Niederschlag stark abgekühlte Luft sich ausbreitete und bodennah in die Alpentäler vordrang. Im Vorfeld des Gewitters herrschten im Mittelland (z.B. Region Bern) nordöstliche Winde, welche die ins Gewitter einströmende und aufsteigende Luft charakterisierten. Weiter südlich herrschte über den Alpen- und Voralpengebieten Südföhn, welcher ebenfalls ins Vorfeld des Gewitters strömte. Ob die Föhnluft effektiv in die Gewitteraufwinde miteinbezogen wurde, lässt sich nicht abschliessend beurteilen. Entlang des Juras herrschten Nordwestwinde vor. Diese waren das Resultat früherer Gewitter, welche am Vormittag und um die Mittagszeit dem Jura entlang zogen, und dort ebenfalls ausfliessende Kaltluft produzierten. Diese drang über die Jurahöhen ins Mittelland ein und unterstützte dort vermutlich die Hebungsprozesse in der Luft im Vorfeld der starken Gewitter über dem Mittelland und den Voralpen.

 

Maximale Radarreflektivität und Bodenwinde um 14:00 UTC

Abbildung 18: Maximale Radarreflektivität und Bodenwinde um 14:00 UTC

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Radarreflektivität auf 2 km Höhe und Blitze

Abbildung 19: Radarreflektivität auf 2 km Höhe und Blitze

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Radarreflektivität auf 7 km Höhe, Höhenströmung auf 500 hPa und Gewitter-Zugbahnen (weiss)

Abbildung 20: Radarreflektivität auf 7 km Höhe, Höhenströmung auf 500 hPa und Gewitter-Zugbahnen (weiss)

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Die Radarreflektivitäten auf 2 km Höhe in Abbildung 19 zeigen eine maximale Intensität im Niederschlagsfeld der nördlichen Gewitterzelle zwischen Biel und Bern, während der südliche Gewitterteil über dem Schwarzenburgerland auf dieser Höhe nur mässige Reflektivitätswerte aufweist. Auf 7 km Höhe weist die südliche Gewitterzelle hingegen auch maximale Reflektivität auf, und ist genauso stark ausgeprägt, wie die nördliche Zelle, wie in Abbildung 20 ersichtlich ist. Die unterschiedliche Vertikalstruktur wird auch in zwei West-Ost Querschnitten durch die beiden Zellen ersichtlich (Abbildungen 21 und 22 unten).

 

West-Ost Querschnitt durch die nördliche Gewitterzelle entlang der markierten Linie.

Abbildung 21: West-Ost Querschnitt durch die nördliche Gewitterzelle entlang der markierten Linie.

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Wie in Abbildung 21, für die südliche Gewitterzelle.

Abbildung 22: Wie in Abbildung 21, für die südliche Gewitterzelle.

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Die nördliche Gewitterzelle in Abbildung 21 hat einen mehr oder weniger aufrechten Niederschlagskern, welcher sich auf der Längsachse (im Querschnitt unten) von Kilometer 30 bis 35 erstreckt. Die etwas geringeren Reflektivitäten auf 2 bis 4 km Höhe bei Kilometer 33 bis 36, an der Vorderkante des Gewitters, dürften die Zone der vorderseitig in das Gewitter aufsteigenden Luft markieren. Die südliche Gewitterzelle in Abbildung 22 zeigt einen grossflächig abgehobenen Bereich sehr hoher Reflektivitäten in 6 bis 10 km Höhe und auf der Längsachse zwischen Kilometer 30 und 50. In den tieferen Schichten weist einzig die westliche Flanke (im Querschnitt links) mässige bis starke Reflektivitäten auf. Diese Struktur lässt einen sehr grossräumigen und starken Aufwindbereich östlich von Kilometer 40 vermuten, denn das Gewicht der Wassermasse im Bereich der hohen Reflektivitäten oberhalb 6 km muss von diesem „getragen“ werden.


Die Windstrukturen in den unteren Luftschichten lassen sich in den Bereichen, wo Niederschlag fällt, mit Hilfe der Dopplerverschiebung durch die Radarstationen abschätzen. Zwei solche Darstellungen sind in Abbildung 23 gezeigt. Der Radar kann dabei nicht die eigentliche Bewegung der Luft messen, sondern lediglich eine grobe quantitative Abschätzung darüber machen, ob der von der Luft verfrachtete Niederschlag sich auf den Radar zu oder von ihm weg bewegt. Die bereits angesprochenen, vom Gewitter „angesaugten“ Luftmassen im Vorfeld sowie derjenigen im rückseitigen Abwindbereich sind in den Radialwindfeldern des Albisradars qualitativ erkennbar und schematisch in Abbildung 23 eingezeichnet.

 

Radialwinde des Albisradars von 13:52 UTC, bzw. 13:55 UTC.

Abbildung 23: Radialwinde des Albisradars von 13:52 UTC, bzw. 13:55 UTC.

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Die spezielle Struktur des südlichen Gewitters lässt auf eine „Superzelle“ schliessen, welche durch rotierende Aufwind- und räumlich davon getrennte Niederschlagsbereiche charakterisiert ist. In diesem Fall konnten rotierende Aufwindbereiche auf Grund fehlender Radialwind-Messungen noch nicht nachgewiesen werden. Ein weiteres Merkmal von Superzellen ist, dass sie sich aufteilen und die Tochterzellen in ihrer nachfolgenden Verlagerung deutlich vom Umgebungswind abweichen. Die in Abbildung 20 nachträglich eingefügten Zugbahnen (weiss, gestrichelt) lassen jedoch auf diesen Gewittertyp schliessen, zumal die zur Entstehung von Superzellen benötigte starke Windzunahme mit der Höhe an diesem Tag sehr ausgeprägt war. Sowohl auf Grund der Radarbilder, als auch von Blitzdaten und Satellitenbildern kann man davon ausgehen, dass sich die grosse Gewitterzelle, die sich von der Romandie der Deutschschweiz genähert hat, etwa zum Zeitpunkt 14 UTC in zwei Tochterzellen geteilt hat. Letztere fegten in der Folge über die zentralen Voralpen, bzw. über das zentrale Mittelland hinweg. Das Prinzip der Aufteilung einer Gewitterzelle ist in Abbildung 24 schematisch dargestellt. Ein Bild des starken Aufwindbereichs der südlichen Tochterzelle von Burgdorf, bzw. Oberthal im oberen Emmental in Richtung Süden, kurze Zeit nach 14 UTC ist in Abbildung 25 als Ergänzung zu den obigen Ausführungen gezeigt (Quelle: Silas Walther, www.sturmforum.ch).

 

Schematische Darstellung einer Zellteilung, nach Klemp (1987)

Abbildung 24: Schematische Darstellung einer Zellteilung, nach Klemp (1987)

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Aufwindbereich der südlichen Gewitterzelle kurz nach 14 UTC, fotographiert von Silas Walther, Oberthal, in Richtung oberes Emmental

Abbildung 25: Aufwindbereich der südlichen Gewitterzelle kurz nach 14 UTC, fotographiert von Silas Walther, Oberthal, in Richtung oberes Emmental

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Abbildung 26: Waldschäden im Obertoggenburg bei Wildhaus. Fotographiert von Pascal Labhart, 20 Minuten, Lokalredaktion St. Gallen

Abbildung 26: Waldschäden im Obertoggenburg bei Wildhaus. Fotographiert von Pascal Labhart, 20 Minuten, Lokalredaktion St. Gallen

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Nachtrag, 4. August 2009:

 

Einige Tage nach dem Ereignis wurden Augenbeobachtungen und Schadenmeldungen aus dem Obertoggenburg publik, welche auf ein sehr intensives Sturmereignis im Zusammenhang mit denselben Gewittern, wie oben bereits gezeigt, etwas später am Nachmittag bei Wildhaus aufmerksam machten. Beeindruckende Bilder von in alle Richtungen umgeknickten Bäumen lassen auf sehr turbulente, kleinräumige Windstösse schliessen. Es lässt sich auf Grund des vorliegenden Datenmaterials nicht abschliessend beurteilen, ob es sich dabei um sehr starke Fallböen ("downbursts") aus dem Gewitter handelt, oder ob es sich sogar um einen Tornado handelte. Nachfolgend ist eine detaillierte Zusammenstellung des vorliegenden Datenmaterials sowie eine Analyse desselben als pdf-Dokument verlinkt.

Analyse_Windereignis_Wildhaus_23Juli2009.pdf, 1.6 MB

 

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