MeteoSchweiz

Aktuelles zum Wettergeschehen

30. August 2009 / Daniel Gerstgrasser

 

Kühler Augustmorgen

 

Bereits im Laufe des Samstags, 29. August 2009 ist die auf der Alpennordseite eingeflossene Kaltluft unter Hochdruckeinfluss geraten und wurde allmählich abgetrocknet (s. Bild 1). Am Abend hat sich die Restbewölkung auch in den zentralen und östlichen Voralpen und Alpen aufgelöst. In der klaren und mit Ausnahme der Westschweiz auch windschwachen Nacht auf den Sonntag erfolgte eine kräftige Abkühlung.

 

Bodenkarte mit Fronten vom Samstag, 29. August 2009, 12 UTC

Bild 1: Bodenkarte mit Fronten vom Samstag, 29. August 2009, 14 Uhr Lokalzeit.

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Satellitenbild (Kombination mit HRV-Kanal) und Windfiedern auf etwa 1500 Metern vom Sonntag, 30. August 2009, 8 Uhr Lokalzeit

Bild 2: Satellitenbild (Kombination mit HRV-Kanal) und Windfiedern auf etwa 1500 Metern vom Sonntag, 30. August 2009, 8 Uhr Lokalzeit. Auf der Alpennordseite sind nur vereinzelt Nebel- und Hochnebelfelder erkennbar (Thurgau, Unterengadin), auf der Alpensüdseite ist aus Osten feuchte Luft eingeflossen.

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Da die Luft sehr trocken war, haben sich bis am Morgen auch nur vereinzelt Nebel- oder Hochnebelfelder gebildet. Auf der Alpensüdseite hingegen sind in der Nacht aus Osten feuchte Luftmassen eingeflossen, dadurch war die nächtliche Abstrahlung reduziert (s. Bild 2).

 

Vor allem im Osten kühl

Im zentralen und östlichen Mittelland gingen die Temperaturen auf 5 bis 9 Grad zurück, am kältesten war es dabei mit 5.3 Grad in Tänikon bei Aadorf/TG und mit 5.5 Grad am Flugplatz Kloten/ZH (s. Bild 3). Diese Werte sind für die Jahreszeit tief, aber nicht aussergewöhnlich und liegen noch etwa 1.5 bis 2.5 Grad über den tiefsten je gemessenen Augussttemperaturen.

 

Minimumtemperaturen der Stationen von MeteoSchweiz am 30. August 2009

Bild 3: Minimumtemperaturen der Stationen von MeteoSchweiz am 30. August 2009.

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Frost in den Hochtälern

In den höher gelegenen Tal- und Beckenlagen war es am Morgen teils frostig, so zum Beispiel am Flugplatz Samedan/GR (1709m) mit -2.6 Grad und in La Brévine (1041m) im Neuenburger Jura mit -3.6 Grad (s. Bild 3). Am Flugplatz Samedan sind diese Werte für Ende August absolut nicht ungewöhnlich, können doch hier über den gesamten Sommer gesehen wiederholt Frosttage mit Morgentemperaturen unter dem Gefrierpunkt auftreten. Im langjährigen Schnitt ist dies im August fünf- bis sechsmal der Fall, der tiefste Augustwert stammt mit -6.7 Grad aus dem Jahre 1980.

 

In La Brévine hingegen sind Augustfröste aufgrund der tieferen Lage deutlich seltener und kommen im Durchschnitt etwa zweimal pro Jahr vor. Der am Sonntag gemessene Wert von -3.6 Grad ist die dritttiefste Augusttemperatur seit Messbeginn im Jahre 1951. Der tiefste Wert stammt mit -4.0 Grad vom 30. August 1993.

 

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