Bild 1: 36-stündige Rückwärtstrajektorie für den Raum Lugano (Luftmassenherkunft) für verschiedene Höhen. Rot: 1500m, blau: 3000m, grün: 5000m. Details im Text.
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Ergiebige Niederschläge im Süden (F. Spinedi/G. della Bruna)
In der Zeitspanne von 67 Stunden mit Dauerniederschlägen sind zwischen 150 bis 180 Liter Wasser pro Quadratmeter gefallen. Vereinzelt sind Höchstmengen von mehr als 200 Liter im oberen Teil der Verbano- und Maggiatäler sowie im Simplongebiet gemessen worden. Während des grössten Teiles des Ereignisses blieb die Schneefallgrenze zwischen 1800 und 2000 Metern und sank auf 1500 Meter am Dienstagnachmittag (28.4.2009) ab. Am Mittwochmorgen lag 130 cm Neuschnee auf 2000 Metern, und in tiefen Lagen waren Wälder mit bereits grünem Laub von einer dünnen Schicht Neuschnee bedeckt. Trotz der intensiven Niederschläge stieg der Pegel der Flüsse nur wenig an, da ein wesentlicher Teil der Niederschläge in Form von Schnee in den Bergen liegenblieb. Der Pegel Lago Maggiore erreichte allerdings eine maximale Höhe von 194.83 m.
Abgesehen von Morcote, wo eine Schlammlawine grössere Schäden verursachte, sind im Tessin nur geringfügige Überschwemmungen und kleinere Erdrutsche aufgetreten. Grössere Lawinen haben den Talboden einiger Täler erreicht, zum Beispiel im Bedrettotal, wo die Strasse durch Schneemassen unterbrochen wurde. Grössere Schäden und angeschwollene Flüsse (unter anderem der Po) wurden jedoch in Norditalien, vor allem im Piemont und in der Lombardei, gemeldet.
Bild 2: 72-stündige Niederschlagssumme aus den Radardaten (Abschätzung). Die Daten müssen vorsichtig interpretiert werden. Die Region mit Summen von über 200 mm (rot) ist in der Realität wahrscheinlich kleiner als hier dargestellt.
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