MeteoSchweiz

Tagesaktualitäten

11. Februar 2012

Verbreitet 11. Eistag in Folge

 

Meteosat MSG-9 VIS Kanal 12 UTC / Temperaturen

Satellitenbild (sichtbarer Kanal) mit ausgewählten Bodenstationen (Temperaturwerte) von heute Mittag 12 UTC

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Mit einer mässigen Bisenströmung wurde auch heute in den unteren Schichten feuchtkalte Luft zur Alpennordseite gelenkt. Aus dieser hochnebelartigen Wolkendecke schneite es, ähnlich wie am Vortag, da und dort zeitweise, die Mengen waren aber gering. Am meisten fiel mit 4 bis 8 Zentimeter in der Tössstockregion, im Entlebuch, am Zugerberg sowie am Brünig. Dazu blies eine arktische Bise, entsprechend konnten selbst im Mittelland an exponierten Lagen Schneeverwehungen beobachtet werden.

 

In der Höhe steuerte ein Tief über Italien zeitweise hohe Wolkenfelder vor allem zu den Südostalpen. Diese konnten aber selbst im Oberengadin den sonnigen Wettercharakter kaum trüben. Viel Sonne durften alle Bergbewohner geniessen, verbreitet gab es 5 bis 7 Stunden. Auf der Alpennordseite unterhalb 2000 Meter lag die oben erwähnte feuchtkalte Bisenluft. Dadurch war es mehrheitlich stark bewölkt. Etwas längere sonnige Abschnitte gab es ganz im Norden von Basel bis Schaffhausen und im westlichen Mittelland.

 

Sehr kalt war es auch heute, es gab verbreitet den 11. Eistag in Folge. Im östlichen Mittelland wurden maximal -8 Grad gemessen, am Genfersee -6 Grad, im Rhonetal -4 Grad und im Tessin +1 Grad. Auf etwa 1500 Meter, wie beispielsweise auf dem Napf oder Chasseral, stieg das Thermometer auf -15 Grad, weiter oben war es dann nicht mehr viel kälter. Auf dem Jungfraujoch betrug die Maximumtemperatur -17 Grad. Die fühlbare Kälte war jedoch noch deutlich tiefer. Auf dem Säntis gab es heute Nachmittag zu den -18 Grad ein Mittelwind von 70 km/h, was einer fühlbaren Temperatur (Windchill) von etwa -35 Grad entspricht.

 

Italien wurde in den letzten Tagen wiederholt von Schnee, Sturm und Kälte heimgesucht. Verantwortlich dafür ist ein kräftiges Tief mit Zentrum über Mittelitalien. Dadurch floss sehr kalte Russlandluft auf das relativ milde Mittelmeer. Die Folge davon waren ergiebige Niederschläge. Rom erlebte die heftigsten Schneefälle seit den 1980er Jahren. Das gesamte Verkehrsnetz kam zum Erliegen. Tausende Menschen waren von der Umwelt abgeschnitten, die Armee war in mehreren Regionen im Einsatz, um die Strassen in eingeschneiten Bergdörfern zu befreien. Viel Schnee gab es auch auf Meereshöhe an der Adriaküste zwischen Rimini und Venedig. Rimini mass heute morgen 25 cm, Cervia 55 cm und Punta Marina 40 cm. Frontone (südlich von San Marino) auf 570 Meter meldet sogar eine Schneehöhe von 187 cm. Schneefälle wurden auch aus dem süditalienischen Kalabrien gemeldet.

 

MeteoSchweiz Wetterkamera Gütsch ob Andermatt, Bild 15.10 UTC. Der Hochnebel reicht bis gut 2000 Meter Höhe.

MeteoSchweiz Wetterkamera Gütsch ob Andermatt, Bild 15.10 UTC. Der Hochnebel reicht bis gut 2000 Meter Höhe.

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Unser Dani Gerstgrasser war heute auf dem Türlersee. Allerdings war es mit der Bise sehr kalt.

Unser Dani Gerstgrasser war heute auf dem Türlersee. Allerdings war es mit der Bise sehr kalt.

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Türlersee: schönes Schwarzeis mit einer perfekten, glatten Oberfläche mit nur wenigen Spannungsrissen.

Türlersee: schönes Schwarzeis mit einer perfekten, glatten Oberfläche mit nur wenigen Spannungsrissen.

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