Satellitenbild (sichtbarer Kanal) mit ausgewählten Bodenstationen (Temperaturwerte) von heute Mittag 12 UTC
gross.png, 529 KBDer Tag begann in weiten Teilen des Mittellandes mit Hochnebel. Dementsprechend fielen die frühmorgendlichen Tagesminima in diesen Regionen nicht extrem tief, nämlich zwischen minus 10 und minus 8 Grad. Vielerorts klarte es aber praktisch ganz auf. Dort wurde wegen der Abstrahlung verbreitet minus 18 bis minus 14 Grad gemessen. Der Hochnebel löste sich am Nachmittag praktisch überall auf.
Allerdings zogen von Nordosten her bereits ab der Mittagszeit dichte, mittelhohe Schichtwolken (Altostratus) auf. Über dem Hochnebel, beispielsweise auf dem Pilatus, konnte man zeitweise die Schatten der aufziehenden Schleierwolken auf dem tiefliegenden Stratus beobachten (siehe untenstehendes Kamerabild).
Die Wolkenstruktur erinnerte stark an einen Warmfrontaufzug, im Temperaturverlauf spürte man aber nichts davon. Der Hochnebel wurde also von der aufziehenden Frontalbewölkung abgelöst. In der Bodenseeregion wurde praktisch keine Sonne registriert, während man in der Westschweiz (wo die Frontalbewölkung später aufzog) drei bis vier, in den hochnebelfreien Gebieten sogar rund sechs Sonnenstunden mass.
Die gestern noch äusserst markante Inversion wurde durch die Abkühlung in der Höhe etwas abgebaut, sie war aber mit einer Temperaturzunahme von neun Grad innerhalb von 300 Meter immer noch sehr ausgeprägt (Daten von der Mittagszeit).
Durch das vorübergehende Absinken der Inversion stieg die Schadstoffkonzentration im Flachland weiter an. Insbesondere die Feinstoffbelastung (PM10) überstieg den Grenzwert an den meisten Orten deutlich.
Im Laufe des morgigen Tages entspannt sich diese Situation mit dem Kaltfrontdurchgang. Die Inversion, welche den Luftaustausch in der Grundschchicht blockiert, wird komplett abgebaut und die Luft durchmischt sich. Somit verringert sich die Schadstoffbelastung rasch. Weitere Informationen zur Schadstoffbelastung finden Sie hier.
MeteoSchweiz Wetterkamera Pilatus, Bild 11.00 UTC. Die aus Nordosten aufziehenden, hohen Schleierwolken (und die Kondesstreifen der Flugzeuge) werfen ihren Schatten auf den Hochnebel.
gross.jpg, 600 KBKarte der Feinstaubbelastung (PM10) in der Schweiz. Der Grenzwert ist im ganzen Flachland teils deutlich überschritten. (Quelle: BAFU)
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