Satellitenbild (sichtbarer Kanal) mit ausgewählten Bodenstationen (Temperaturwerte) von heute Mittag 12 UTC
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Erneut war es am Sonntag in der Schweiz bitterkalt.
An folgenden Stationen wurden in der Nacht auf heute neue Rekordtiefstwerte seit jeweiligem Messbeginn registriert: in Piotta -18.8 Grad (seit 1960), auf dem Hörnli -19.6 Grad (seit 1991) und in Ulrichen -33.8 Grad (seit 1971). Allerdings sind diese Rekordwerte nur bedingt repräsentativ; so wurde die Station Piotta in den letzten Jahren um einige Kilometer verschoben, deshalb ist ein Vergleich zu früheren Messungen mit Vorsicht zu geniessen. An der Station Ulrichen liegt derzeit überdurchschnittlich viel Schnee, weshalb gegenwärtig das Thermometer zu nahe an der Schneeoberfläche liegt und damit nicht nach internationaler Norm der World Meteorological Organization (WMO) gemessen werden kann. Zu guter Letzt werden auf dem Hörnli im Zürcher Oberland erst seit gut 20 Jahren Messungen durchgeführt. Die Kältewellen der 80er-Jahre wurden an dieser Messstation somit noch nicht berücksichtigt.
Ansonsten wurden im Mittelland in der Nacht sowie auch tagsüber ähnliche Temperaturwerte wie am Samstag verzeichnet. Ein deutlicher Temperaturanstieg konnte jedoch auf den Bergen in Höhen zwischen 1500 bis 3000 Metern beobachtet werden; beispielsweise auf dem Säntis, wie auch auf dem Pilatus oder auf dem Gütsch ob Andermatt wurden heute um die Mittagszeit um 6 bis 9 Grad höhere Werte als noch vor 24 Stunden registriert. Trotzdem war es bei mässigen bis starken nördlichen Winden alles andere als angenehm.
Wie schon gestern gab es tagsüber recht verbreitet viel Sonnenschein, nur in Teilen der zentralen und östlichen Voralpen stauten sich durch die Bise noch ausgedehntere und hartnäckige Hochnebelfelder.
Die Bise verlor jedoch bereits im Laufe der Nacht deutlich an Intensität und wehte tagsüber am Jurasüdfuss und im Genferseeraum noch mit Spitzen von 30 bis 50 km/h.
Im Gegensatz zum Samstag wurde heute auch im Tessin die Nullgradgrenze nicht mehr erreicht. Das grösste Tagesmaximum wurde erneut in Lugano mit -1.0 Grad gemessen. Somit wurde heute in der gesamten Schweiz ein Eistag verzeichnet.
MeteoSchweiz Wetterkamera Montancy, Bild 07.10 UTC. Im Jura kündigt sich ein eisig kalter Tag an.
gross.jpg, 356 KBDampfschwaden über dem Zürichsee. Sogenannter Seerauch entsteht, wenn sehr kalte Luft über relativ warmes Wasser fliesst. (Bild: D. Gerstgrasser)
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