Übersicht
Für die Planung und Dimensionierung von Solarkraftwerken und einer energieeffizienten Gebäude-Infrastruktur ist es wichtig zu wissen, wo und wann wie viel solare Einstrahlung verfügbar ist.
Dazu erstellt MeteoSchweiz Datensätze und Expertisen über die räumliche und zeitliche Variabilität der solaren Einstrahlung. Die verwendete Datengrundlage berücksichtigt das komplexe Alpine Gelände und bildet den Einfluss vom Horizont, Schnee und der Bewölkung möglichst genau ab. Die verwendete Klimatologie aus Satellitendaten der zweiten Generation reicht bis ins Jahr 2004 zurück und kann mit Satellitendaten der ersten Generation bis ins Jahr 1983 verlängert werden. Die Satellitendaten wurden mit langjährigen Stationsdaten geprüft und werden gegebenenfalls damit abgeglichen.
Das Solarenergie-Potential (kWh/m2) über der Schweiz für die Periode 2004 - 2009 berechnet aus Meteosat Second Generation-Satellitendaten unter Berücksichtigung der komplexen Topographie und der Strahlungseigenschaften von Schnee.
figure1_full.png, 1.9 MBWas beinhaltet eine Analyse?
Zur Planung von photovoltaischen und thermischen Solarkraftwerken oder zur Berechnung des Energiehaushaltes von Gebäuden wird für einen bestimmten Punkt sowohl die saisonale wie auch die Jahr-zu-Jahr Variabilität gebraucht. Es können mit unseren räumlich fein aufgelösten Satellitendaten auch räumliche Analysen der solaren Einstrahlung gemacht werden, die es ermöglichen, Eignungskarten auf kommunaler oder regionaler Ebene zu erstellen. Es können je nach Anwendung auch die Extreme der solaren Einstrahlung oder auch die Unsicherheiten der Berechnungen in die Analyse einfliessen.
Dachflächen-Eignungskarte der Stadt St.Gallen: Rottöne: sehr gut, Orangetöne: gut, Grüntöne: genügend, Hellblau: ungünstig, Dunkelblau: ungeeignet. Erstellt von simuPlan für die Stadt St. Gallen aus MeteoSchweiz Globalstrahlungsdaten.
figure2_full.png, 1.9 MBFür die Berechnung von Solarkatastern auf kommunaler Ebene wird im allgemeinen eine für die Anwendung spezifische Ingenieur- oder Architektursoftware benutzt. Eine solche Software benötigt ihrerseits zeitlich und räumlich hochaufgelöste Strahlungskomponenten als Randbedingung, um die optimale Konfiguration einer Anlage oder eines Gebäudes zu berechnen. Unsere Analysen beinhalten deshalb zeitlich fein aufgelöste Zeitserien der wichtigsten der in der Solarenergie-Branche benötigten Komponenten der Solarstrahlung.
Jahresgang (Linien) und Jahr-zu-Jahr Variabiltät (Flächen) der Globalstrahlung für Basel, Monte Rosa (Gornergletscher, 3 km von Monte Rosa Hütte entfernt), und Klöntal (Nordhang vom Glärnisch).
figure3_full.png, 195 KBWelche Daten werden benutzt?
MeteoSchweiz verwendet sowohl räumlich verteilte Satellitenmessungen wie auch punktuelle Bodenmessungen. Während Bodenmessungen sehr genau für den jeweiligen Ort sind, erlauben Satellitendaten eine Charakterisierung der Strahlungseigenschaften an Orten, wo keine Messungen vorhanden sind. Die solare Einstrahlung wird vom Satelliten indirekt mit Hilfe des sogenannten Heliosat-Verfahrens abgeleitet. Heliosat wurde von der MeteoSchweiz in einer mehrjährigen Forschungszusammenarbeit im Rahmen der EUMETSAT Satellite Application Facility on Climate Monitoring (CM SAF) auf die komplexe Topographie der Alpen und die spezifischen Strahlungseigenschaften von Schnee angepasst und mit Bodenmessungen überprüft. Die aus Satellitendaten abgeleitete Solare Einstrahlung kann je nach Anwendung mit Bodenmessungen abgeglichen werden.
Näheres dazu in Datengrundlage.
Mittlere Direkt-Normalstrahlung (W/m2) über Europa für die Periode 2004-2010 berechnet aus Meteosat Second Generation Satellitendaten.
figure4_full.png, 1.9 MBKontakt
Anfragen bezüglich Expertisen im Bereich Solarenergie richten Sie bitte an: klimainformation









