Malojawind

 

Was bedeutet "Malojawind"?

Beim Malojawind handelt es sich um einen ausgeprägten tagesperiodischen Wind wie er auch in anderen Alpentälern zu beobachten ist. Er entsteht, wenn bei schönem Wetter über dem mittleren Oberengadin infolge der ausgeprägteren thermischen Zirkulation ein sogenanntes "Hitzetief" entsteht. Um die Druckdifferenzen gegenüber der weiteren Umgebung wieder auszugleichen, werden vom Bergell via Malojapass etwas weniger warme Luftmassen angesaugt.

Beim Malojawind handelt es sich also um den verlängerten Talwind aus dem Bergell, der aufgrund des fehlenden Talabschlusses am Malojapass ins Engadin vorstösst. Dies erklärt auch seine "verkehrte" Richtung. Eigentlich würde man von einem Talwind erwarten, wie dies bei den meisten Talwindsystemen üblich ist, dass er talaufwärts weht. Wie erwähnt wird der Malojawind massgeblich durch die Sonneneinstrahlung und der damit verbundenen thermischen Zirkulation bestimmt. Er kann demnach auch als Schönwetterwind bezeichnet werden. Sein Auftreten bzw. seine Stärke ist massgeblich von den folgenden Faktoren abhängig: